Lösungsfokosierte Beratung – eine Fortbildung für Diätassistentinnen (en) und Ökotrophologinnen (en)

Sie wünschen sich
Handwerkszeug, mit dem Sie Ihre Beratungen noch effektiver gestalten können,
von der kleinen motivierenden Einzelintervention bis hin zum hilfreichen
Beratungsgespräch?
Hier finden Sie genau das Schritt für Schritt werden Sie herangeführt
an das Arbeiten mit dem lösungsfokussierten Ansatz,
ein Ansatz mit 
erfrischenden Fragetechniken 
einer raumgebenden und wertschätzenden Haltung
und mit konkreten Zielerarbeitungen,
die die Ressourcen und Stärken der Klientinnen und Klienten
direkt nutzbar machen.
Diese Art des Arbeitens ist nicht nur effektiv
– sie bringt Freude und Leichtigkeit in den Arbeitsalltag!

Seminarstruktur und Inhalte
· Weg vom Problem. hin zur Lösung
· Theorie und Praxis der Lösungsfokussierten
Beratung (LFB)
· LFB in der Ernährungsberatung
· Zentrale Grundannahmen und
Haltungen in der LFB
· Lösungsfokussierte Intentionen:
Zielkonstruktionen
Ressourcen ausfindig machen
Verstärken von Lösungsansätzen
Empowern und Motivieren
Bewertung der Zielerreichung
durch die KlientInnen
· Gemeinsame Konstruktion des
nächsten Schrittes
· Lösungsorientierte Techniken
und Handwerkszeuge
Die Konzeption authentischer Situationen
ermöglicht es das Erlernte direkt in
das Arbeitsfeld zu transferieren!
Seminardaten
Ort:
Volkshochschule Lahr
Kaiserstraße 41 (Haus am Pflug)
77933 Lahr
Datum: 20.05. 2017 bis 21.05.2017
Uhrzeit: Sa: 10:00 – 18:00
So: 09:00 – 15:00
Gebühr: 240,-€ zzgl. MwSt.
Sie erhalten begleitend zum Seminar
· ein Skript mit Gesprächsleitfäden
für Erst-und
Folgegespräche
· sowie zum Abschluss eine Teilnahmebescheinigung.

Wir freuen uns auf Sie.
Simone Burwinkel
Franz Boomers

Anmeldung und Infos über die Mailadresse

Bärlauch das erste frisch im Frühjahr.

Bärlauch 04.2016

Bärlauch I      Bärlauch        I Maiglöckchen

Bärlauch, das erste Frische für die Küche.

Jetzt duftet es im Wald nach zartem Knoblauch. Im Schatten der Bäume gedeiht er prächtig.

Wichtig!!!! Nicht mit Maiglöckchen verwechseln, denn diese sind giftig.

Bevor der frisch gepflückte Bärlauch verarbeitet wird ist es wichtig diesen gut abzuwaschen.

Bärlauch ist sehr vielseitig verwendbar. Als frisches Kraut im Salat, zum Abschmecken von Soßen und Suppen oder als Pesto zu Nudeln, Risotto oder Kartoffeln. Größere Mengen können sehr gut als Pesto konserviert werden. Als Varianten mit und ohne Parmesan oder auch mit Pistazien, Walnüssen oder Haselnüssen. Wie wäre es mit einem schnellen Mittagessen. Kochen Sie die gewünschte Menge an Nudeln. z.B. Vollkorndinkelnudeln. Vielleicht sind noch ein paar Tomaten / Cocktailtomaten im Kühlschrank. Schneiden Sie diese in der Zwischenzeit in mundgerechte Stücke. (Cocktailtomaten z.B. vierteln) Im Kühlschrank steht das frische Bärlauchpesto vom Wochenende. Noch eine Zwiebel fein würfeln. Eine Pfanne auf den Herd und erwärmen, etwas Olivenöl in die warme Pfanne, die Zwiebeln glasig dünsten und darin die Tomaten kurz schwenken. Die fertigen Nudeln dazugeben, vorsichtig durchschwenken und auf einen Teller geben. Etwas vom Bärlauchpesto darüber und genießen: Als Abwechslung ein paar Scampischwänze dazu. Diese als erstes in die warme Pfanne mit ÖL und kurz von beiden Seiten anbraten, aus der Pfanne nehmen und dann Salzen. Danach dann die Zwiebeln und Tomaten.

1 Bund Bärlauch 50 ml   gutes Olivenöl 50 g      Pinienkerne oder auch andere ( Walnuss, Mandel, Pistazien ) geröstet 20 g      Parmesan frisch gerieben Salz Basilikum, Öl, Kerne und Knoblauch in einen Mixbecher geben und Mixen. Mit etwas Salz würzen.

Es ist möglich mit allen anderen Kräutern und Gewürzen seine eigenen Pestos herzustellen. In Einem Twist – off Glas sind diese im Kühlschrank ungeöffnet gut ein ½ Jahr haltbar. Dazu am besten den Rand des Glases und den Deckel innen mit einem Flambierer sterilisieren.

„Zucker macht nicht zuckerkrank!“

„Der Kohlenhydratanteil in der Ernährung – und dazu zählen auch Zucker – zeigt keinen Zusammenhang mit der Entstehung von Diabetes mellitus Typ II. Zucker macht nicht zuckerkrank!“ [Univ.-Prof. Heiner Boeing, Deutsches Institut für Ernährungsforschung (DIfE)]

Wissenswert Früher wurde Typ 2 Diabetes laienhaft als „Altersdiabetes“ bezeichnet, da dieses Krankheitsbild hauptsächlich bei älteren Menschen auftrat. Mittlerweile sind jedoch bereits auch viele junge Menschen Typ-2-Diabetiker. Typ 2 Diabetes entwickelt sich schleichend über Jahre und wird oft nur im Rahmen einer Folgeerkrankung diagnostiziert, wie Depressionen, Demenz, Augenerkrankungen, Nierenfunktionsstörungen oder Beingeschwüre. Hauptrisikofaktor für Diabetes Typ 2 ist Übergewicht, vor allem das Bauchfett scheint hier eine besonders große Rolle zu spielen. Die Zahlen der Erkrankten steigt. Etwa 7 Millionen Deutsche sind an Diabetes erkrankt. Die meisten an Typ II. „Manch eine Partei wäre froh so viele Wähler zu haben“

Was ist zu tun? Vorsorgeuntersuchungen wahrnehmen. Ist ein Familienmitglied an Diabetes erkrankt schon frühzeitig die Blutzuckerwerte überprüfen lassen. Auf eine „Gesunde, ausgewogene Ernährung achten“.    3 x Salat und Gemüse am Tag (so groß wie die eigene Hand.    2 x Obst frisch am Tag (so groß wie die eigene Hand)    Möglichst oft Vollkornbrot (-ECHTES Vollkornbrot)    2 x / Woche Fisch (120 g pro Portion)    2 – 3 / Woche Fleisch (100 g pro Portion)    Fett zum Kochen und für aufs Brot ja – aber nicht zu viel    Süßes und Salziges ja – ABER nur zum GENIEßEN. Sport / Bewegung möglichst regelmäßig und täglich.- 10.000 Schritte darfst du tun.

Diabetes ist eine ernste Erkrankung, aber gerade deshalb ist es wichtig aktiv damit um zu gehen und zu leben.

Joghurt ohne Zucker??!!

Joghurt ohne Zucker??!!
Gibt es einen Joghurt ohne Zucker.
Dies war eine Frage an mich.
Vielleicht haben Sie auch erzählt bekommen es gäbe da einen Joghurt ohne Zucker.
Anschließend dann im Kühlregal verzweifelt gesucht.
Doch auf der Inhaltstabelle steht immer: enthält
in 100g
4g Kohlenhydrate davon
4g Zucker.
Auch die Mitarbeiterin kann nicht weiterhelfen.
Das Ergebnis: jeder Joghurt enthält Zucker.
„Joghurt ohne Zucker“ nicht richtig geschaut – nicht im Angebot“?
Die richtige Antwort sieht wie folgt aus.
Jeder Joghurt, Buttermilch, Sauermilch und auch bestimmte Käsesorten enthalten Kohlenhydrate.
Es ist die „LACTOSE“ die in jeder Milch von Natur enthalten ist.
Ob von der Kuh, Ziege oder Schaf. Auch die Muttermilch enthält Lactose.
Da die Milch der ersten Ernährung dient, enthält Sie alle Notwendigen Nährstoffe und damit eben auch Kohlenhydrate.
Der natürliche Gehalt in der Kuhmilch liegt bei 4g pro 100 ml Milch.
Durch die Zugabe von Früchten, Zucker usw, steigt dann der Kohlenhydratgehalt.
Bei der Käseherstellung reduziert sich der Kohlenhydratgehalt. Je härter und länger gereift, desto geringer ist der Kohlenhydratgehalt. Ein Hartkäse ist enthält von daher, in der Regel , keine KH mehr.
Fazit: „Es gibt keinen Joghurt ohne Zucker.“

Tag der gesunden Ernährung

 

 

2015-2020 Dietary Guidelines for Americans (DGA)
Etwa die Hälfte aller Erwachsenen Amerikaner leidet an einer oder mehreren vermeidbaren chronischen Erkrankungen: kardiovaskuläre Krankheiten, hoher Blutdruck, Diabetes Typ 2, bestimmte Krebsarten und eine geringe Knochenmasse. Viele dieser Krankheiten entstehen aus schlechten Ernährungsgewohnheiten und Bewegungsmangel. Zudem sind mehr als zwei Drittel aller Erwachsenen und nahezu ein Drittel aller Kinder und Jugendlichen übergewichtig oder adipös. Dies führt nicht nur zu erhöhten gesundheitlichen Risiken, sondern auch zu hohen Kosten im Gesundheitssystem. Um nun den Amerikanern zu helfen, ihren Gesundheitszustand zu verbessern oder diesen zu bewahren und das Risiko für chronische Krankheiten zu reduzieren, wurden die 2015-2020 Dietary Guidelines for Americans entwickelt.

Key Recommendations
Für eine gesunde Ernährungsweise werden folgende Lebensmittel empfohlen:

  • Eine Vielzahl von Gemüse aus allen Untergruppen (Dunkelgrün sowie Rot und Orange), Hülsenfrüchte (Bohnen und Erbsen), Stärkehaltige und andere
  • Obst, insbesondere ganze Früchte
  • Getreide, mindestens die Hälfte davon Vollkorn
  • Fettfreie oder fettarme Milchprodukte, wie Milch, Joghurt, Käse und/oder angereicherte Sojagetränke
  • Eine Vielzahl von proteinreichen Nahrungsmitteln, wie Fisch, mageres Fleisch und Geflügel, Eier, Hülsenfrüchte (Bohnen und Erbsen) und Nüsse, Samen und Soja-Produkte
  • ÖleFolgende Grenzwerte werden vorgegeben:
  • Zugesetzte Zuckerarten <10 % der Gesamtenergie/Tag
  • Gesättigte Fettsäuren <10 % der Gesamtenergie/Tag
  • Natrium <2.300 mg/Tag
  • Wenn Alkohol, dann Frauen höchstens ein Glas, Männer höchstens zwei Gläser/Tag

Im Vergleich hierzu erwähnt die DGE, dass die Weltgesundheitsorganisation 2003 das Ziel gesetzt hat, zugesetzte Zuckerarten auf <10 % der Energiezufuhr/Tag zu begrenzen. Die DGE gibt ebenfalls vor, dass gesättigte Fettsäuren maximal 10 % der Gesamtenergiemenge/Tag ausmachen sollten und begrenzt Natrium auf 550 mg/Tag. Gesunde Frauen sollten nicht mehr als 10 g Alkohol/Tag und gesunde Männer höchstens 20 g Alkohol/Tag zu sich nehmen.

 

Empfehlungen für energieliefernde Nährstoffe
Folgende Tabelle zeigt die Unterschiede zwischen DGE und DGA auf:

  Energiezufuhr Eiweiß Kohlenhydrate Fett Bewegung
DGE 2.300 – 3.300 kcal (PAL1 1,4 – 2,0) 15 %

≈ 0,8 g/kg KG

55 % 30 % 30 – 60 min. pro Tag
DGA 1600 – 2000 kcal (Frauen)

 

2000 – 3000 kcal

(Männer)

 

10 – 35 % 45 – 65 %

 

130 g pro Tag

für Männer und Frauen

20 – 35 % 150 – 300 min. moderate od. 75 – 150 min. intensive körperliche Aktivität pro Woche + Krafttraining aller großen Muskelgruppen an mind. 2 Tagen/Woche

Die Prozentangaben beziehen sich auf die Gesamtenergiemenge/Tag.
1 PAL = Physical Activity Level

Physical Activity Guidelines for Americans
Prinzipiell sollen alle Erwachsene Inaktivität vermeiden. Um einen zusätzlichen gesundheitlichen Nutzen zu erzielen wurden die derzeit geltenden Empfehlungen von mindestens 150 Minuten moderater oder alternativ 75 Minuten intensiver körperlicher Aktivität pro Woche erhöht auf 300 Minuten (5 Stunden) moderate oder 150 Minuten intensive körperliche Aktivität. Zudem wird an mindestens zwei oder mehr Tagen Krafttraining, welches alle großen Muskelgruppen beanspruchen sollte, empfohlen. 

Fazit
Bezüglich der vorgegebenen Grenzwerte für zugesetzte Zuckerarten, gesättigte Fettsäuren und Alkohol bestehen ähnliche Empfehlungen. Allerdings besteht ein Unterschied in der Empfehlung für Natrium. Deutlich unterscheiden sich die Empfehlungen für die energieliefernden Nährstoffe. Die Amerikaner geben eine Bandbreite vor, die individuell relativ großen Spielraum lässt. Die DGE empfiehlt konkrete Prozentwerte. Tendenziell empfehlen die Amerikaner weniger Kohlenhydrate, dafür aber mehr Protein bzw. Fett als die DGE. Genauer betrachtet werden von der DGA 130 g Kohlenhydrate pro Tag empfohlen. Die DGE empfiehlt keine genaue Grammangabe, umgerechnet entspricht die prozentuale Empfehlung aber im Durchschnitt einem Kohlenhydratgehalt von 250 g für Frauen und 300 g für Männer (siehe RICHTIG ESSEN-Planer für Fett und Kohlenhydrate).
Quellen:
Deutsche Gesellschaft für Ernährung, Österreichische Gesellschaft für Ernährung, Schweizerische Gesellschaft für Ernährung (Hrsg.): Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr. Bonn, 2. Auflage, 1. Ausgabe (2015).
U.S. Department of Health and Human Services and U.S. Department of Agriculture. 2015 – 2020 Dietary Guidelines for Americans. 8th Edition. December 2015. Available at http://health.gov/dietaryguidelines/2015/guidelines/.

 

Bärlauch, ein früher Vitaminspänder.

Bärlauch, eines der ersten frischen Kräuter.
Frisch zubereitet als Pesto, im Salat oder in Pastagerichten.
Es enthält viele Vitamine wie Vitamin C, Niacin oder Carotin.
Also die erste Vitaminspritze im Frühjahr. Sulfide im Bärlauch helfen dem Imunsystem. Auch wirkt es Beruhigend auf das Verdauungssystem. Bewegung in der Natur tut immer gut und fördert die Gesundheit.
Wichtig ist, den Bärlauch vor der Zubereitung und dem Verzehr gründlich zu waschen.
Wie wäre es nach dem Spaziergang mit einem leckeren Essen.
z.b ein Linsensalat mit Butterrübe, Feta und frischem Bärlauch.
Dazu ein Risotto mit gedünstetem Fisch in einer Bärlauchsoße.
Brauchen Sie ein Rezept?
Ich bin Ihnen gerne behilflich.
Ich wünsche einen schönen Spaziergang und ein genussvolles Essen.

VHS Kochkurse im 1. Semester 2016

G307203: Baden zu Besuch im Orient

Beginn Datum: Mi., 24.02.2016, 19:00 – 22:00 Kursort: Friesenheim; Bildungszentrum Friesenheim, Schulküche

G307205: Vegane Fingerfood-Köstlichkeiten

Beginn Datum: Mi., 06.04.2016, 19:00 – 22:00 Kursort: Friesenheim; Bildungszentrum Friesenheim, Schulküche

G307304: Gewickelt – gerollt – gestapelt

Beginn Datum: Mi., 02.03.2016, 19:00 – 22:00 Kursort: Kappel-Grafenhausen; Schule Grafenhausen, Raum 01

G307305: Baden zu Besuch im Orient

Beginn Datum: Mi., 20.04.2016, 19:00 – 22:00 Kursort: Kappel-Grafenhausen; Schule Grafenhausen, Raum 01

G307502: Vegane Fingerfood-Köstlichkeiten

Beginn Datum: Fr., 18.03.2016, 19:00 – 22:00 Kursort: Mahlberg; Grund- und Hauptschule; Lehrküche

G307506: Gewickelt – gerollt – gestapelt

Beginn Datum: Fr., 17.06.2016, 19:00 – 22:00 Kursort: Mahlberg; Grund- und Hauptschule; Lehrküche

G307602: Gewickelt – gerollt – gestapelt

Beginn Datum: Fr., 19.02.2016, 19:00 – 22:00 Kursort: Meißenheim; Förderschule Ried; Lehrküche

G307605: Kochen und genießen trotz Diabetes

Beginn Datum: Fr., 15.04.2016, 18:00 – 22:00 Kursort: Meißenheim; Förderschule Ried; Lehrküche

G307606: Baden zu Besuch im Orient

Beginn Datum: Fr., 03.06.2016, 19:00 – 22:00 Kursort: Meißenheim; Förderschule Ried; Lehrküche

G307902: Gewickelt – gerollt – gestapelt

Beginn Datum: Fr., 11.03.2016, 19:00 – 22:00 Kursort: Seelbach/Schuttertal; Schulzentrum; Lehrküche, Raum 10

G307903: Vegane Fingerfood-Köstlichkeiten

Beginn Datum: Fr., 13.05.2016, 19:00 – 22:00 Kursort: Seelbach/Schuttertal; Schulzentrum; Lehrküche, Raum 10

 

Vegane Fingerfood-Köstlichkeiten

Info:

Überraschen Sie Ihre Gäste mit Fingerfood aus der veganen Küche. Folgende Leckereien werden zubereitet: Kleine Brötchen mit einem würzigen oder pikant-süßen Aufstrich, Spieße und Bratlinge auf der Basis von Kartoffel und Getreide sowie ausgefallene Salate und Desserts mit überraschender Gewürznote.

 

Baden zu Besuch im Orient

Info:

Unterschiedlicher können zwei Genussregionen kaum sein. Die orientalische Küche bietet eine große Vielfalt an Gewürzen und Lebensmitteln. Wir kombinieren sie in überraschenden Rezepten mit badischen Köstlichkeiten. Morgen- und Abendland verschmelzen auf diese Weise kulinarisch zu einem neuen Geschmackserlebnis.

 

Gewickelt – gerollt – gestapelt

Info:

Was kann da eine Küche bieten? Krautwickel, Rinderroulade, Lasagne: Das sind klassische Gerichte. Lassen Sie sich von neuen Kreationen überraschen. Es werden die klassischen Rezepte verändert und mit Lebensmitteln der Saison neu kombiniert.

 

Kochen und genießen trotz Diabetes

Info:

Diabetesernährung heißt nicht verzichten, sondern durch eine geeignete Lebensmittelauswahl und Zubereitung lecker zu kochen und zu GENIESSEN. Genießen ist ein wichtiger Faktor für Gesundheit und Wohlbefinden. In einem kurzen theoretischen Teil erfahren Sie die wichtigsten Grundlagen einer zeitgemäßen Diabetesernährung. Danach wird eine Auswahl an Rezepten mit Abwechslung und Überraschung gekocht. Durch die Verwendung von möglichst regionalen Lebensmitteln in Kombination mit Kräutern und Gewürzen können Sie dann Ihre Kochergebnisse probieren und als Anregung für zu Hause die Rezepte mitnehmen.

 

Neues zur Ernährungstherapie bei Tumospatienten

 

Neues zur Ernährungstherapie bei Krebspatienten

Am 04. Februar ist Weltkrebstag. Nicht nur bei der Prävention, sondern auch bei der Therapie spielt die Ernährung eine große Rolle. Hier einige Empfehlungen aus der neuen Leitlinie von 2015.

 

Erhöhter Eiweißbedarf

Maligne Tumore verändern den Stoffwechsel und führen zu einer Katabolie durch erhöhten Eiweißbedarf. Häufig liegt eine anabole Resistenz vor. Darunter versteht man, dass die Schwelle zur Stimulation der Proteinsynthese gegenüber der Norm erhöht ist. Diese Schwelle wird durch ein erhöhtes Protein- oder Aminosäurenangebot überschritten. Laut Leitlinie kann bei Tumorpatienten in der Regel eine Eiweißzufuhr von 1,2-1,5 g/kg KG/Tag empfohlen werden, bei ausgeprägter Inflammation bis zu 2 g/kg KG/Tag.

Glutamin

Schnell vermehrende Zellen (Darmzellen, Leberzellen, Nervenzellen, Immunzellen) verstoffwechseln Glutamin mit hoher Rate. Bei katabolen Erkrankungen zeigt sich oft ein deutlicher intrazellulärer Glutaminmangel in der Muskulatur. Es kann angenommen werden, dass Glutamin vom Muskelgewebe freigesetzt wird, um für die o.a. Organe zur Verfügung zu stehen. Andererseits nehmen auch Tumorzellen Glutamin mit hoher Stoffwechselaktivität auf und es besteht die Gefahr, dass Glutamin in den Tumorzellen wesentlich zur Stabilisierung des pH-Wertes gegen eine Übersäuerung wirkt. Für kritisch Kranke zeigt sich postoperativ eine dosisabhängige Reduktion der infektiösen Komplikationen und eine Verkürzung der Krankenhausverweildauer. Bei mangelernährten Patienten wird bei der Parenteralen Ernährung daher die Supplementation von <0,5g/kg KG/d an Glutamin empfohlen (außer bei akuter Pankreatitis und Knochenmarkstransplantationen). Bei einer Mukositis, einer Ösophagitis und einer Enteritis, entstanden durch Bestrahlung, scheint Glutamin einen schützenden Effekt zu haben. Es wird empfohlen, die Gabe von Glutamin mit der von Leuzin und Arginin zu kombinieren.

Leuzin

Ein hohes Angebot an Leuzin kann bei Tumorkranken die Proteinsynthese stimulieren und so eine Zunahme der fettfreien Körpermasse erreichen. Eine langfristige Supplementierung mit BCAAs (verzweigtkettige Aminosäuren) kann die Serum-Albuminspiegel und die Lebensqualität verbessern. Eine alleinige Ernährungsintervention mit Leuzin wird als wirkungslos beschrieben.

Fett

Tumorzellen ernähren sich in erster Linie von Glukose. Und Fett wird von Tumorpatienten besser verwertet als Kohlenhydrate. Gesättigte und andere Fettsäuren hemmen glykolytische Enzyme wie die Pyruvatkinase und die Phosphofruktokinase, wodurch weniger Laktat entsteht. So soll laut Leitlinie der Fettanteil mindestens 35 % der Gesamtenergiezufuhr betragen und kann bei Insulinresistenz oder zur Erhöhung der Energiedichte auf 50 % der Nichteiweiß-Energiezufuhr erhöht werden.

Omega-3-Fettsäuren

Die Leitlinie empfiehlt die Gabe von EPA (Eicosapentaensäure) in einer Dosierung von mindestens 1,5 – 2,5 g/d, auch als Bestandteil von Fischöl, zur Verbesserung systemischer Inflammations-marker (CRP, IL-6), des Appetits, der Nahrungsaufnahme, des Körpergewichts und der Lebensqualität.

Bewegung

Zahlreiche Studien belegen positive Effekte der Bewegung bei Krebspatienten: Verbesserung der Prognose unter Chemotherapie, Verringerung des Mortalitätsrisikos, verbesserte kardiorespiratorische Fitness, bessere Muskelkraft und Körperzusammensetzung, reduziertes Sturzrisiko und bessere Lebensqualität. Nach einer OP sollen onkologische Patienten so früh wie möglich wieder aktiv werden. Empfohlen werden pro Woche: 150 min. moderates oder 75 min. intensives Ausdauertraining und 2-3 Krafttrainingseinheiten der Hauptmuskelgruppen im Bereich von 8-15 Wiederholungen mit 2-3 Sätzen pro Übung. Dieses Training sollte individuell begleitet werden.

Quellen:

S3-Leitlinie der DGEM, DGHO, ASORS, AKE Klinische Ernährung in der Onkologie; Aktuell Ernährungsmed 2015; 40: 301-329

Wiskemann J, Friedmann-Bette B: Potenzial körperlicher Aktivität in Prävention und Therapie chronischer Erkrankungen, Aktuell Ernährungsmed 2015; 40: 389-408

Fasten eine Frage der Einstellung und Herangehensweise.

Am Dienstagabend wird Abschied genommen von der Fasnacht. Damit beginnt für viele die Fastenzeit. Doch wie bestreitet man die Wochen des Verzichts richtig? Und bringt das Fasten überhaupt etwas? Der Lahrer Anzeiger hat nachgefragt.

In zwei Tagen ist Aschermittwoch. Mit diesem Tag beginnt für viele Menschen auch die Fastenzeit. Aber bringt es überhaupt etwas, die Ernährung für einen gewissen Zeitraum umzustellen? Und welche Arten des Fastens gibt es?
Viele Menschen fasten aus religiösen Gründen. Christen fasten nach der Fasnacht 40 Tage bis Ostern. Für viele Muslime gehört der Fastenmonat Ramadan zur Ausübung ihres Glaubens dazu. Auch Buddhisten kennen das Fasten als Teil ihrer Glaubenspraxis. Viele buddhistische Mönche würden gar ihr ganzes Leben über fasten, erklärt Franz Boomers. Er gibt unter anderem vegane Kochkurse in Lahr.

Der Ernährungsberater weiß, worauf es beim Fasten ankommt. »Religiöses Fasten ist eine andere Sache«, sagt er. Das habe ganz andere Gründe. Generell sei es beim Fasten aus seiner Sicht immer wichtig, das Vorhaben mit einem Arzt abzusprechen. Menschen mit Diabetis oder anderen Erkrankungen sollten eher keine Fastenzeit einlegen. Auch Spitzensportler sollten sich nicht im Verzicht beim Essen üben.

Fasten als Start

Wer gesund ist, kann fasten. Manche Menschen versuchen ihren Körper mit dem sogenannten Heilfasten zu entgiften und zu entschlacken. Das bringe aus Ernährungssicht aber nichts, sagt Boomers: »Der Körper entschlackt und entgiftet sich permanent selbst.« Alle Zellen, bis auf die Nerven- und Gehirnzellen, erneuerten sich stets selbst. Wer fast nichts zu sich nimmt, wird zu Beginn eine Leistungssteigerung spüren. Das komme davon, dass der Körper aufgrund des Stresses Endorphine ausschüttet.

Nach etwa einer Woche nehme aber die Leistungsfähigkeit ab. Dazu kommen bei den meisten Hungerattacken und Gereiztheit. Außerdem sei es beim Heilfasten oder beim Nullfasten oft so, dass die Menschen nur für einen gewissen Zeitraum auf eine gesunde Ernährung achteten. Wichtiger sei es aber, das Fasten als Wendepunkt in der jeweiligen Ernährungsart zu sehen, sagt Boomers.  Denn: »Wer nach dem Fasten genau so weiterisst wie zuvor, dem bringt der Verzicht nichts«, erklärt er. Die Zeit des Verzichts könne aber als Einstieg in ein dauerhaft gesundes Leben dienen. Dasselbe gelte im Übrigen auch für Menschen, die Gewicht verlieren wollen. Der sogenannte Jo-Jo-Effekt sei dann vorprogrammiert.

Egal, warum man fastet. Eines sollte man beachten: »Das Wichtigste ist, genug zu trinken«, sagt Boomers. Mindestens 1,5 Liter sollte man zu sich nehmen. Am besten geeignet seien Mineralwasser oder ungesüßte Kräuter- oder Früchtetees. Auf Alkohol sollte nach Möglichkeit verzichtet werden. Wer dennoch etwas davon zu sich nehmen will, kann als Mann pro Tag 0,3 Liter Bier oder 0,15 Liter Wein trinken. Frauen sollten täglich nicht mehr als 0,2 Liter Bier beziehungsweise 0,1 Liter Wein zu sich nehmen.

Eines ist aus Boomers Sicht aber enorm wichtig: »Das Essen muss schmecken. Wer es genießen kann, dessen Körper kann es auch besser verarbeiten.«

So kann ein Fastentag aussehen

Trinken ist laut Boomers das Wichtigste beim Fasten. Generell gelte die Formel »Fünf am Tag«. Also: dreimal Salat und zweimal Obst oder Gemüse.
Zum Frühstück gibt es Müsli mit Vollkornhaferflocken, frischem Obst und Magerjoghurt. Wer möchte, kann sich das Ganze mit Süßtoff oder Vollrohrzucker süßen. Zwischendurch dient ein Naturjoghurt mit frischem Obst als Lückenfüller. Zum Mittag gibt es eine große Portion Salat und Gemüse. Dazu werden Vollkornreis, Vollkornnudeln, Vollkornbrot oder Kartoffeln serviert. Wer möchte kann auch Fisch oder mageres Fleisch wie Pute oder anderes Geflügel essen. Davon aber maximal 50 Gramm. Das Fleisch sollte gedünstet oder mit sehr wenig Fett angebraten werden.
Als Zwischenmahlzeit empfiehlt Boomers ein Vollkornbrot mit etwas Käse. Das Abendessen besteht erneut aus viel Salat und Gemüse. Dazu gereicht werden kann ein Vollkornbrot mit einem Stück magerer Wurst – am besten rohen Schinken oder einen kalten Braten. Hiervon aber maximal 20 Gramm.

Autor:
Matthias Jundt
Lahrer Anzeiger
09.02.2015